Kurzdefinition
NTP ist ein Netzwerkprotokoll zur Synchronisation der Systemzeit von Computern über paketvermittelte Netzwerke.
Beschreibung
Das Network Time Protocol dient dazu, die Uhren von Rechnern und Geräten in IP-basierten Netzwerken auf eine gemeinsame Zeitbasis abzustimmen. Dabei werden Zeitinformationen zwischen Clients und Servern ausgetauscht und Laufzeiten im Netzwerk berücksichtigt, um Zeitabweichungen zu korrigieren. NTP ist auf Robustheit und Skalierbarkeit ausgelegt und wird weltweit in vielen IT-Infrastrukturen eingesetzt.
Im Vergleich zu hochgenauen Synchronisationsverfahren ist NTP weniger präzise, bietet jedoch eine zuverlässige und weit verbreitete Lösung für allgemeine Zeitdienste. Es kann hierarchisch aufgebaut sein, sodass Zeitinformationen über mehrere Ebenen weitergegeben werden.
Typische Anwendungen
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Zeitsynchronisation von Servern und IT-Systemen
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Zeitstempelung in Netzwerken und Anwendungen
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Protokollierung und Ereignisreihenfolgen
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Allgemeine Zeitverteilung in Unternehmensnetzen
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Ergänzende Zeitquelle in PNT-nahen Systemen
Einschränkungen
Die erreichbare Genauigkeit von NTP ist durch Netzwerkverzögerungen und deren Schwankungen begrenzt. Für Anwendungen mit sehr hohen Anforderungen an Zeit- und Frequenzgenauigkeit ist NTP in der Regel nicht ausreichend.
Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen
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PTP: Bietet eine deutlich höhere Genauigkeit, erfordert jedoch eine besser abgestimmte Netzwerkinfrastruktur.
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Zeit- und Frequenzsynchronisation: Übergeordneter Begriff, der neben NTP auch andere Verfahren umfasst.
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Zeitserver: Allgemeiner Begriff für Systeme, die Zeit bereitstellen, nicht spezifisch auf NTP beschränkt.
Siehe auch
Englischer Begriff
Network Time Protocol (NTP)


