Kurzdefinition
Positionsbestimmung bezeichnet den Prozess der Ermittlung des räumlichen Ortes eines Objekts in einem definierten Bezugssystem.
Beschreibung
Die Positionsbestimmung erfolgt durch Auswertung von Messdaten, die Rückschlüsse auf den aktuellen Standort erlauben. Je nach Verfahren können dabei externe Referenzen, interne Sensoren oder eine Kombination mehrerer Quellen genutzt werden. Die Genauigkeit und Verfügbarkeit der Positionsinformation hängen von den verwendeten Technologien, der Umgebung und der Qualität der Referenzdaten ab.
In modernen Systemen ist die Positionsbestimmung häufig Teil umfassender PNT-Architekturen und wird mit Navigations- und Zeitinformationen verknüpft. Ergänzende Verfahren können eingesetzt werden, um Ausfälle oder Unsicherheiten einzelner Quellen zu kompensieren.
Typische Anwendungen
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Navigation von Fahrzeugen und mobilen Geräten
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Lokalisierung in Industrie- und Logistikumgebungen
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Überwachung und Steuerung technischer Anlagen
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Einsatzkräfte- und Objektverfolgung
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Autonome und assistierte Systeme
Einschränkungen
Positionsbestimmung durch Satellitennavigationssysteme kann durch Abschattung, Mehrwegeausbreitung, Störsignale oder fehlende Signale eingeschränkt sein. In komplexen Umgebungen sind zusätzliche Sensoren oder alternative Verfahren erforderlich, um die Verlässlichkeit zu erhöhen.
Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen
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Ortung: Wird häufig umgangssprachlich verwendet und ist weniger technisch präzise definiert.
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Navigation: Baut auf der Positionsbestimmung auf, ergänzt diese jedoch um Bewegungsplanung und -führung.
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PNT: Umfasst neben der Positionsbestimmung auch Navigation und Zeitbestimmung.
Siehe auch
Englischer Begriff
Positioning


